Was verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Schlagwort vom „Hedonismus“, mit dem insbesondere der „politisch bewusste“ Teil der hallischen Partyszene hausieren geht? Wir dokumentieren den zweiten Vortrag, der im Sommer unter dem Titel „Der große Hedonismus-Schwindel – Über die Rebellion der Angepassten“ im Veranstaltungsraum von „Radio Corax“ gehalten wurde.
„You gotta fight
For your right (to party)“
Beastie Boys
Wer in der Partyszene, die inzwischen die Jugendzentren, die einschlägigen „In“-Kneipen und die Grünflächen der alternativen Stadtviertel bevölkert, etwas auf sich hält, Philosophie studiert, das „Hate“-Magazin liest oder eine linke Politvergangenheit hat, geht am Wochenende nicht einfach nur zu einer Feier. Er ist vielmehr in subversiver Mission unterwegs. Das exzessive Feiern, die durchtanzte Nacht, die Amphetamine oder – wenn aufgrund der schmalen Brieftasche auch weitaus seltener – das Koks werden als praktizierte Gesellschaftskritik ausgegeben: als Gegenentwurf zu Lohnarbeit, Plackerei, Disziplin, Lustfeindlichkeit. Das Dumme ist allerdings: Außer den letzten elf Freunden des Steinzeitsozialismus, außer MLPD, NPD und Co., holt das Lob von Entsagung, Enthaltsamkeit, harter und schwerer Arbeit kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor. Nicht einmal die Sachbearbeiter des Arbeitsamtes, die sonst bekanntlich keine großen Skrupel haben, ihren Klienten den hanebüchensten Unsinn zu erzählen („Diese Umschulung steigert ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt beträchtlich“ usw.), trauen sich hierzulande noch zu verbreiten, dass Arbeit das Leben erst süß macht. Das wirklich wahre Leben, da sind sich Bauarbeiter, Jungunternehmer und staatliche Arbeitsvermittler längst einig, findet am Wochenende oder in den vermeintlich „schönsten Wochen des Jahres“ statt, die aufgrund des allzu engen Beisammenseins, das sonst nur nach Dienstschluss, am Samstag oder Sonntag stattfindet, dann doch meistens in einer mittelschweren Katastrophe enden: im Urlaub. Die Deutschen gehören längst zu den Urlaubs- und Tourismusweltmeistern – in Sachen Jahresurlaub liegen die Bundesbürger weit vor den vielgeschmähten Griechen und Spaniern –; die Freizeitindustrie ist eines der zentralen Standbeine der hiesigen Wirtschaft; und auch beim Krankfeiern bewegen sich die Landsleute inzwischen im guten europäischen Mittelfeld.
Auch wenn der hippe Mittelstandsnachwuchs gegenüber dem Prekariat oder Malocher ein großes Abgrenzungsbedürfnis an den Tag legt, unterscheidet die Sandros und Wiebkes nur wenig von den Mandys, Kevins, Jaquelines und ihren Eltern: Was die Organisatoren der unangemeldeten Partys, Konzerte und Festivals als nonkonformistisch ausgeben, kann an jedem Wochenende auf jeder Dorfkirmes und in jedem Diskozelt beobachtet werden: Tanzen bis zum Morgengrauen, Alkohol- und Drogenexzesse, verbissene Fröhlichkeit, die große Balz und das böse Erwachen am nächsten Morgen, wenn der schöne Prinz von gestern Abend doch nur aussieht wie der Klempner oder der Klugscheißer aus dem Foucault-Seminar. Was dem Hipster sein Paul Kalkbrenner, das ist der Unterstufenlehrerin aus Nebra ihre Andrea Jürgens: „Wir tanzen Lambada eine ganze Nacht, weil der Lambada verrückt auf Liebe macht.“
Kritisches Mitmachen
Wenn die Fabriken trotz dieser subversiven Wochenendattacken, die Freitag für Freitag, Samstag für Samstag zwischen Hamburg und Garmisch, Nordhorn und Niesky stattfinden, nicht stillstehen und das Land nicht untergeht, dann ist der Grund hierfür weniger darin zu suchen, dass sich die Besucher der illegalen Elektropartys in Cuxhafen, der „Chaiselongue“ in der hallischen Reilstraße oder des Nordhorner Schützenfestes mit ihrem Hedonismus nicht genug anstrengen. Verantwortlich dafür ist vielmehr eine Kombination aus mindestens drei Gründen.
Erstens ist die Bundesrepublik nicht der Iran: Wenn Fatima in Teheran das Kopftuch ablegt und auf eine illegale Tanzveranstaltung geht, dann muss sie dafür nicht nur wesentlich mehr Mut aufbringen als Sandra, die sich am Wochenende die Haremshose überzieht, die inzwischen, mit drei Jahren Verspätung, auch in Halle obligatorisch geworden ist, und auf eine illegale „Facebook“-Party geht. Sondern dann verbirgt sich dahinter auch eine – mal gewollte, mal ungewollte – Kampfansage an das Regime. Da die Mullahs jede Form von Ausschweifung mit Tugendterror verfolgen, erhalten Tanz und Drogengenuss im Gottesstaat tatsächlich einen gewissen subversiven Charakter.
Zweitens ist das Prinzip des Hedonismus, dem die Szene teils bewusst, teils unbewusst frönt, in letzter Konsequenz selbst affirmativ. Abgesehen davon, dass von Zeit zu Zeit der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die die linksalternative Verzichtsethik früher besonders vehement vertreten haben, ihre langjährige Triebunterdrückung und Selbstdisziplinierung inzwischen unter der neuen Parole vom Hedonismus kompensieren, abgesehen auch davon, dass sie dabei die gleiche Rigorosität an den Tag zu legen scheinen wie früher beim Mülltrennen, beim Rehe retten oder bei der Fotoauswertung vom letzten Naziaufmarsch, abgesehen davon scheint es zwar gerade in Deutschland ein Fortschritt zu sein, wenn vom Einzelnen, seiner Erfüllung und seinem Glück gesprochen wird. Dieser Fortschritt ist jedoch wie jeder Fortschritt widersprüchlich. So erinnert die Rede von der Entfaltung des Einzelnen zunächst nicht zuletzt an die Selbsterfahrungsgruppen der 1970er Jahre, in denen Studienräte, Ökobauern und Hausfrauen kollektiv in sich hineinhorchten und das dumpfe Geräusch der Leere, das sie dabei vernahmen, mit Tiefgründigkeit verwechselten. Vor allem aber wird, unmittelbar damit verbunden, von dieser Entfaltung gesprochen, ohne die Verhältnisse in Frage zu stellen, die Glück und Erfüllung in letzter Konsequenz verhindern, weil sie das Unglück immer wieder aus sich selbst heraus produzieren. Der Hedonismus versöhnt, wie Herbert Marcuse vor vielen Jahren erklärte, mit anderen Worten, „das besondere Glück mit dem allgemeinen Unglück“. Diese Versöhnung konnte bei der letzten Loveparade wie in einem Brennglas beobachtet werden: 19 Menschen wurden totgetrampelt, 342 weitere schwer verletzt. Den verbliebenen Gästen der „geilsten Party der Welt“ („Bild“-Zeitung) konnte, wie Wiglaf Droste kurz darauf schrieb, zumindest eines nicht vorgeworfen werden: „politikerhafte Pietätsheuchelei“. Sie tanzten einfach weiter: „‚Was sollten wir machen?‘ klagten ein ‚Lars‘ und eine ‚Alka‘ einem WDR-‚1Live‘-Update-Radioreporter. ‚Wir kommen aus Heilbronn.‘“
Drittens besteht ein innerer Zusammenhang von Arbeit und Freizeit. Amüsement, so erklären Adorno und Horkheimer in der „Dialektik der Aufklärung“, ist die Verlängerung der Arbeit unterm Spätkapitalismus: „Sie wird von dem gesucht, der dem mechanisierten Arbeitsprozess ausweichen will, um ihm von neuem gewachsen zu sein.“ Dient die Arbeitskraft aus der Perspektive des Einzelnen der Sicherstellung seiner physischen Reproduktion, dient die Freizeit der Reproduktion der Arbeitskraft: In ihrer Freizeit regenerieren sich die Arbeitskraftbehälter, als die Marx die Menschen unter den gegenwärtigen Verhältnissen einmal bezeichnete, um sich erneut der Arbeit aussetzen zu können. Selbst das durchfeierte Wochenende, nach dem der montägliche Gang zur Arbeit nicht erholter, sondern erschöpfter angetreten wird, hat in letzter Konsequenz eine stabilisierende Funktion: Mit Ausnahme der Wenigen, die die Imperative der Szene durchgängig ernst nehmen, aus diesem Grund innerhalb kürzester Zeit vom Realitätsprinzip übermannt werden und sich schließlich in jene tragischen Gestalten – die szeneintern verächtlich als „Druffis“ bezeichnet werden – verwandeln, ohne die keine Jugendsubkultur auskommt, wird der Dreitageexzess zum einen ohnehin nur von denen regelmäßig betrieben, die hauptamtlich noch Sohn und Tochter sind. Sobald die Eltern nicht mehr davon überzeugt werden können, dass ihre monatlichen Überweisungen eine Investition in die Zukunft sind, sobald das Kindergeld entfällt, die vollen Krankenkassenbeiträge gezahlt werden müssen und der Nebenjob nicht mehr auf Studentenbasis abgerechnet werden kann, entfällt das Dasein als Berufshedonist. Zum anderen sind der Wochenendexzess und die Dreitageparty die Fluchtpunkte für die Langeweile des Arbeitslebens – sie helfen dabei, auch die nächste Woche zu überstehen: Halte durch, arbeite weiter, denn du hast ja ein Ziel vor Augen.
Fun als Stahlbad
Vorzuwerfen ist der Partykultur oder der so genannten Freizeitindustrie dabei weniger, dass sie Ablenkung, Entspannung oder Flucht versprechen: Das wäre Menschen, die jeden Tag auf Arbeit gehen müssen (und natürlich sowohl auch denen, die sich noch erfolgreich davor drücken können, als auch denen, die sich nicht mehr davor drücken müssen, weil der Arbeitsmarkt ohnehin keine Verwendung mehr für sie hat), zu gönnen. Vorzuwerfen ist dem Amüsierbetrieb vielmehr, dass er sein Versprechen auf Abwechslung, Zerstreuung und Erholung nicht halten kann. Unter dem Diktat der Verhältnisse, das heißt: in einer Zeit, in der immer weniger Menschen immer mehr produzieren können, die Ware Arbeitskraft im Überangebot vorhanden ist und der Arbeitsmarkt insofern in einer bisher kaum gekannten Zahl Überflüssige ausspuckt, sind die Menschen kaum noch dazu in der Lage, ihre arbeitsfreie Zeit nicht dem Arbeitsvorgang nachzubilden.
Diese Entwicklung wird paradoxerweise kaum irgendwo deutlicher als in der vermeintlich widerständig-alternativen Partyszene. Das mag dem Zufall geschuldet sein. Vielleicht liegt es aber auch an der Kombination aus Prekarisierung und Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse, der die Angehörigen dieser Szene, die sich gerade in Großstädten wie Berlin und Hamburg nicht zuletzt aus der alternativen New-Economy-Klientel rekrutieren, die „irgendwas“ mit Medien, Menschen, Musik und Kultur macht oder machen will, in besonderer Weise ausgesetzt sind: Genauso wie die Betreiber der einschlägigen Ein-Mann-Klitschen das Büro aus Kosten- und Prestigegründen mit dem Café vertauscht haben, dort am „I-Pad“ unermüdlich Freundschaften, Liebes- und Geschäftsbeziehungen pflegen und die Grenzen zwischen Arbeitsmeeting, Vertragsanbahnungsgesprächen und freundschaftlichem Beisammensein insofern verwischen, ist Freizeit inzwischen nicht nur die Verlängerung der Arbeit. Freizeit und Arbeit fallen vielmehr in eins. Sebastian Tränkle stellte vor einiger Zeit in einer Leipziger Zeitschrift für politisierende Nachwuchsakademiker durchaus richtig fest, dass sich der gesellschaftliche Arbeitszwang im Feierzwang der hippen Partyszene spiegelt. Wenn sich die Partyszene immer neuen Herausforderungen stellt und zu immer weiteren Höchstleistungen treibt (noch spätere Anfangszeiten, noch ausgefallenere „Locations“, noch mehr durchgemachte Nächte); wenn sich das Publikum Drogen einwirft, die oft nicht einmal eine euphorisierende Wirkung haben, sondern lediglich das Funktionieren und Durchhalten gewährleisten, fit machen und die Leistung beim Tanzen, Trinken und Wichtigtun steigern sollen, dann werden damit einerseits dieselben Ausschlussmechanismen reproduziert wie in der Werbeagentur, in der Gesundheitsbranche oder am Fließband: Wer nicht mithalten kann, nicht fit genug ist und funktioniert, ist raus. Andererseits wird das Leistungsprinzip in einer grotesken Form fortgesetzt. (Die drahtig-eingefallenen Oberkörper, die einige der hyperaktiven Dauertänzer ihren Mittänzern zu fortgeschrittener Stunde präsentieren, erinnern oft nicht zufällig an Adolf Hennecke, den Initiator der Aktivistenbewegung der DDR, der seine Tagesnorm im Steinkohlenbergwerk einst um 287 Prozent übererfüllte.) Um des Funktionieren Willens wird die gleiche Selbstzurichtung betrieben, wie im Grenzerfahrungsseminar von Managern, die in Sachen Drogen jedoch zumindest nicht auf Speed oder Ecstasy angewiesen sind. Fun, so schrieben Adorno und Horkheimer, „ist ein Stahlbad“. Wer einigen der Wochenendhedonisten am Sonntagmorgen begegnet, hat dementsprechend nicht den Eindruck, sie würden von einer Party, sondern aus dem Kessel von Stalingrad kommen: abgehärmte, eingefallene Gesichter, tiefe Augenringe, weit aufgerissene Augen, nervöse Hyperaktivität. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass insbesondere die exklusiveren Festivals auffallend oft auf ehemaligen Militärbasen stattfinden: das „Fusion“-Festival auf einem früheren sowjetischen Militärflugplatz, das „Sea U-Site“ vor dem ehemaligen KdF-Heimes in Prora, wo die Fallschirmjäger der DDR-Streitkräfte Orts- und Häuserkampf geübt haben, und das „Meeresrausch-Festival“ in Peenemünde, dem Fabrikationsort von Hitlers Wunderwaffen. Wenn sich der Spaß schon so anfühlt wie die Durchhalteübung der Krisenreaktionskräfte, dann kann man auch dort hingehen, wo deren Vorgänger einmal trainiert haben.
Der Luxus, den sie meinen
Wer nach dem Besuch des „Fusion“-Festivals im mecklenburgischen Lärz, der wohl größten Veranstaltung ihrer Art in der Bundesrepublik, danach gefragt wird, was sich denn hinter dem geheimnisvollen Hedonismus der Partyszene verbirgt, wird vor diesem Hintergrund wohl antworten müssen: Alles wie gehabt, nur noch schlimmer. Eines der ersten Gebäude, das die Besucher nach dem Betreten des Festivalgeländes sehen, ist das so genannte Arbeitsamt, das denjenigen, die sich keine Eintrittskarte leisten können, einen Teil des Preises erlässt, wenn sie sich um den Dreck der anderen Gäste kümmern, deren Müll einsammeln, die Klosetts reinigen oder die Duschen saubermachen, die aufgrund der langen Warteschlangen vor den Toiletten von Zeit zu Zeit für die Notdurft benutzt werden. Die Privatsphäre ist auf ein Minimum beschränkt. Überall trifft man auf originelle Persönlichkeiten, die wilde Dinge mit ihrer Bekleidung, ihren Haaren oder ihrem Körper anstellen, damit man sie als originelle Persönlichkeiten erkennt. Und der Luxus, von dem gesprochen wird, besteht in einem weitaus größeren Maß als außerhalb des Festival-Geländes aus Betrug: Sind die Üppigkeit, der Überfluss und die Schwelgerei, auf die das Werbefernsehen verweist, Lüge, weil auch die Angehörigen der Upper Class trotz pervers großem Fernsehapparat, schnellem Auto und Swimmingpool in der Regel nicht wesentlich glücklicher als die Bewohner einer stinknormalen Reihenhaussiedlung sind, besteht der Betrug in Lärz darin, dass schon fließendes Wasser und halbwegs annehmbare hygienische Bedingungen als Luxus ausgegeben werden: Die Miettoiletten, die bezeichnenderweise mit dem Namen „De-Luxe-Klos“ versehen wurden, haben eine funktionierende Spülung und sind nicht ganz so stark mit Fäkalien beschmiert wie die kostenlosen Klosetts. Wenn das der „Ferienkommunismus“ ist, als den die Organisatoren ihre Veranstaltung mit dem inzwischen so beliebten Augenzwinkern bewerben, das nichts anderes signalisiert, als dass man weder Prinzipien noch Rückgrat hat, dann möchte man zum einen lieber nicht wissen, wie der Kommunismus aussieht, wenn gerade keine Ferien sind. Zum anderen wäre möglicherweise selbst der tägliche Gang ins Callcenter vorzuziehen: Dort sind zumindest die Toiletten sauber, und niemand tut so, als wären Stress und der Krach, den eine große Menschenmenge auf engstem Raum produziert, etwas Schönes – und als hätten sie etwas mit Nonkonformismus zu tun.
Jens Schmidt
In München gibt es die sich als tough-antideutsch gerierende Gruppe Monaco. Deren “Hedonismus” hat dazu geführt daß manche ihrer Protagonisten auch mal einen Irrenhausbesuch in die locker-flockige Partyzeit hineinschieben, wenn die Entzugssymptome bzw. das hereinbrechende Bewußtsein über die elende Realität zu heftig werden.
Da rocken die Bauern in Landshut harder.
Ich lachte! Und nicht immer aus Verachtung. Kein schlechter Text!
Geil. Die Fusion ist doof, weil die Festival-Dixies nicht gefliest sind und es eher wenig fließend Wasser auf einem Festival gibt. Überraschung! Ich verrate euch noch was: Der Rasen ist nicht abgesperrt und nicht im Geringsten säuberlich gestutzt. Selbst das betreten mit den Füßen ist erlaubt!
Und sowas nennt sich Antideutsch…
anonymous,lies doch den abschnitt einfach nochmal gründlich,bevor du so einen hanebüchenen unsinn hinrotzt.
Julchen, nur weil du deine Zwanziger in irgendwelchen Gremien verdödelt hast und die linke Szene für dich ausländisch sprechende Gewalttäter waren, deren Texte du nicht verstanden hast, bedeutet das bei Weitem nicht, dass dieser Text nicht schon vor 9 Jahren in etwas schöner und klüger formuliert irgendwo gestanden hätte. Denn wenn dich diese eher traurigen Theorie als Ornament Textchen begeistern, sagt das mehr über deinen Geisteszustand als über die Qualität des Geschriebenen aus.
Wer heißt denn im Iran Fatima?
Für Andre: http://bit.ly/x6ms4T
It’s all Arabic to me!
@Andre
Frauen.
Frauen – find ich gut!
Super Diskussion hier bislang!
Ich muss mich noch erholen ob der Erkenntnis, dass Erholung von der Arbeit der Fitmachung zur neuen Arbeit dient.
Der einzige, der das als großartige Erkenntnis rausstellt, bist du.
Hey, I’m totally down with whatever you said!
Interessante Blickverschiebung. Nur will man es natürlich nicht so sehen. Hat schon viel mit innerer überzeugung zu tun, wie man an Arbeit und Freizeit rangeht. Und da ists nunmal bei den meisten so, das sie dinge tun auf arbeit die sie eher nervend finden, weils wie ne art knast wirkt (überspitzt gesagt). Sich in der Freizeit teilweise noch größeren Belastungen “Freiwillig” zu stellen hat vielmehr mit Leidenschaft und Endorphienen zu tun.
Freizeit ist af jedenfall wesentlich politischer zu betrachten als Arbeitsleben.
“das sie dinge tun auf arbeit” liest sich wie “das sie dinge tun auf drogen”!
bingo! auf die meisten deutchen wirkt arbeit wie eine droge von der sie, wenn überhaupt, nur mit krassen entzugserscheinungen runter kommen, andere ‘verarbeiten’ ihre bad trips nie, womöglich weil sie ihre geschichte falscherdings versucht haben ‘aufzuarbeiten’.
gleich zu anfang ein “bingo!” zu setzen ist aber auch ganz schön frivol, wohlwissend, dass es sich dabei um die hauptbeschäftigung von rentnern, also quasi langzeitarbeitslosen handelt!
Muss Kritik am Spaß wirklich immer mit Adorno argumentiert werden? Es gibt kein richtiges tanzen im falschen.
Was genau ist denn jetzt eigentlich die Essenz des Textes: Arbeite nicht? Feiere nicht?
Ich versteh wohl den Text, weiß aber nicht was das Problem ist. Kritik an der Arbeit? Kritik an der Freizeit?
Am ende würde ich gerne selber entscheiden dürfen wie fertig ich mich mache.
Aber hey es muss auch nicht jeder Spaß haben.
Realität ist nicht (nur) das was man sieht und anfassen kann, sondern (auch) das was man fühlt, hört und einen bewegt – will sagen, daß man nicht sehen kann, ob der “druffi”, der dir sonntag mittag auf dem nach hause weg begegnet und äußerlich vielleicht aussieht als käme er aus einer “schlacht”, nicht doch mit seinem bewusstsein in anderen welten unterwegs war und seinen geist glücklichst so etwas wie spirituellen erfahrungen hingeben konnte…who knows…er hat’s “gebraucht”!!