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Posts Tagged ‘Palästinasolidarität’

Am Freitag, den 11. Januar, sammelten sich in der Magdeburger Innenstadt etwa 40 Personen, um der Solidarität der Völker mit dem palästinensischen Kampf gegen Juden Ausdruck zu verleihen. Unter ihnen befanden sich Linksradikale, denen trotz des nasskalten Wetters feierlich zumute war. Sie hatten an diesem Tag eine Solidarisierung erfahren, um die sie sonst erfolglos buhlen; darüber hinaus eine Solidarisierung der besonderen Art. Es war kein Bündnis mit der von ihnen als „bürgerlich“ verkannten und verachteten „Bevölkerung“, sondern Unterstützung vom Übervolk schlechthin, den Palästinensern.

Durch diese Solidarisierung der Gleichen im Widerstand gegen Hochmut und Individualiät fühlten sich die anwesenden Linken so hoch geehrt und so tief betroffen, dass sie in einen Taumel verfielen, unter dem auch ihre Wahrnehmung zu leiden hatte. So wurden aus 40 Teilnehmern 80 und aus den anwesenden autochthonen Linken wurden „mehrere Spektren“, so als ob man sich nicht gegen den gemeinsamen Feind Israel einig wäre. Der Taumel steigerte sich, als in der Nähe Leute auftauchten, die mit einem Transparent zeigten, dass sie dem Aufmarsch nicht wohlgesonnen waren. In diesen Befürwortern der Selbstverteidigung des jüdischen Staates witterten jene Antisemiten die Kindermörder, die sie sonst in den Bürgern des jüdischen Staates erblicken. Ein besonders berauschter Linksradikaler sah sich deswegen zur handgreiflichen Notwehr genötigt, wie dereinst seine Vorväter gegen den Itzig und versuchte das Transparent seinen Trägern gewaltsam zu entreißen. Dessen Aufschrift „Free Gaza from Hamas“ unterstellte allerdings den anwesenden Linken und Palästinensern, dass es ihnen um individuelle Freiheit und nicht etwa um die Freiheit des Volkes zum Judenmord gehe. Die Palästinenser reagierten deshalb in Gegensatz zu ihren linksdeutschen Unterstützern eher spöttelnd auf ihre Gegner.

Wenig später erschien die Magdeburger Polizei, die sofort ein Gewaltpotential erkannte, welches von den fünf Befürwortern des israelischen Krieges ausging. Die Beamten wollten zwar keine Sympathie bekunden mit den antiisraelischen Kundgebungsteilnehmern, aber sie wussten mit unhinterfragbarer Gewissheit, dass diese vor Hamas-feindlichen Provokationen geschützt werden müssen. So wurde angesichts der aggressiven Linken und Palästinenser nicht etwa die Bereitschaftspolizei alarmiert. Die Staatsbeamten meinten, dass nicht gegen den antisemitischen Mob, sondern seine antifaschistischen Gegner vorgegangen werden müsse, und erteilten Platzverweise. Die linken Feinde Israels dürften schwer beglückt gewesen sein: Erst solidarisieren sich Palästinenser mit ihnen und dann auch noch deutsche Polizisten. Nun brach sich der Taumel in entfesselten Brandreden freie Bahn, in denen Israelis als „Schlächter der Zivilbevölkerung“ zum Abschuss freigegeben wurden, der antisemitische Terror der Hamas als Lüge der Presse bezeichnet wurde und also die Opfer dieses Terrors als Fehlwahrnehmung ein zweites Mal entmenscht wurden – so, wie jeder Nazi das tut, wenn er Auschwitz leugnet. Die Linken klatschten Beifall so sie nicht selbst hetzten; die Polizei sah nichts als Ordnung, wie sie es bei jedem national-sozialistischen Aufmarsch tut, hörte nichts als Ruhe, wie bei jeder menschelnden Kundgebung für die Grabesstille, die sich über die grelle und verderbte Zivilisation legen soll, und verstand nichts außer dem Ruf nach Frieden, den sie jederzeit im Bündnis mit völkischen Linken gegen Freunde Israels durchzusetzen bereit ist.

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