Endlich mal wieder ein Polit-Star im Osten der Republik: Inge Höger, Bundestagsabgeordnete der Partei „Die Linke“ beehrte Leipzig mit einem Auftritt auf ihrer Live-Tournee zu ihren Erlebnissen auf dem Schiff „Mavi Marmara“. Bekanntermaßen wurde vor einiger Zeit eine wild gewordenen Horde, bestehend aus Islamisten, türkischen Faschisten und anderen Antisemiten daran gehindert, Israels Seeblockade des Gaza-Streifens mittels einer sogenannten „Freedom Flotilla“ zu durchbrechen. Die Verkennung realistischer Kräfteverhältnisse, die selbst erklärte Todessehnsucht einiger Passagiere, und die nur unzureichend auf die massive Mordlust der Friedensfreunde vorbereitete israelische Armee waren die Zutaten einer propagandistischen Meisterleistung. Am Ende waren neun Antisemiten tot und Israel wieder einmal dem Hass der Weltgemeinschaft ausgesetzt. Mit an Bord der „Friedensflotte“ waren auch drei Bundestagsabgeordnete der Linkspartei. Annette Groth, Inge Höger und Norman Paech. Mit an Bord? Das trifft es nur zur Hälfte, denn als der prügelwütige Mob an Deck auf die israelischen Soldaten losging, verbrachten die beiden Damen ihre Zeit eingesperrt auf dem „Frauendeck“. Norman Paech, den Henryk M. Broder schon vor einiger Zeit zurecht als „lupenreinen Antisemiten“ bezeichnet hatte, saß während des „blutigen Angriffs“ (Spiegel Online) in einer Krankenabteilung und versuchte seine Gesichtsfarbe wieder zu erlangen, die offenbar angesichts des hohen Wellengangs abhanden gekommen war. Keiner der drei nützlichen Idioten war, auch wenn sie es ständig behaupten, also „Augenzeuge“ der Vorfälle. Dies zu behaupten wäre genauso irre, als würde der Schreiber dieser Zeilen einen Live-Bericht vom Urknall geben. Umso verrückter, dass das armselige Trio sich nach seiner Rückkehr von Krankenstation und „Frauendeck“ als deutscher Kronzeuge des israelischen „Völkerrechtsbruchs“ verkauft. So auch Inge Höger am 12. Juli 2010 in der Universität Leipzig. Zu dem lustigen tête-à-tête hatten das Institut für Philosophie der Universität Leipzig, „Die Linke-SDS“, die „Gesellschaft für Völkerverständigung e.V.“, die „Vereinigung arabischer Studenten und Akademiker“ sowie die im eigenen Ethnosaft gärende „Gesellschaft für bedrohte Völker“ geladen. Es fanden sich aber neben den üblichen Verdächtigen aus dem Umfeld eben genannter Gruppen auch ein paar Leute ein, die nicht Kopf nickend, Applaus spendend und Augen funkelnd an Inges Lippen klebten. Während ein paar wenige Leute Inge mit Musik (Wencke Myhres „Knallrotes Gummiboot“, Celine Dions „My Heart Will Go On“, Achim Reichelts „Aloha He“ u.a.), Konfetti und Sprüchen wie „Mullahs, Schweine, Linkspartei“ sowie Aufrufen zu Hubschraubereinsätzen malträtierten, wollte das Gros der Leipziger Antifaszene die Veranstaltung offenbar lediglich „kritisch begleiten“. Um die demokratische Diskussionskultur nicht zu stören war es das Ziel, dass man sich lediglich „verbal artikuliert und eine demokratische Diskussionskultur respektiert“. „Kreativ“ zeigte die Leipziger Antisemitismuskritik ihre „Bauchschmerzen“ durch Zwischenrufe und demonstrativem Klatschen an falschen Stellen (theoretisch nachzulesen in: „Handbuch der Kommunikationsguerilla“, autonome a.f.r.i.k.a. Gruppe S.80ff). Während im Leipziger Süden jedem minderjährigen Nazi-Schwachkopf die Zahnspange poliert wird, zeigen sich die Leipziger Antifaschisten genau dann von ihrer menschelnden Seite, wenn linke Antisemiten ihrem Hass auf Israel öffentlichkeitswirksam Gehör verschaffen. Warum? In Leipzig mag man es eben kuschelig. Schließlich sitzen „wir“ ja alle im selben Boot. (flp)
Heimkehr einer Veteranin
25. Dezember 2010 von bonjour tristesse
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- Ja, es ist halt ein Fußballverein und er hat Fans - so what bei Die Braunhemden vom Millerntor. Der Hamburger Heimatschutz gegen moderne Unzumutbarkeiten
Die Hallenser Antifa hat richtig erkannt, dass mit Leuten wie Höger nicht zu reden ist. Aber statt die Konsequenzen aus dieser Erkenntnis zu ziehen: Antisemiten aufs Maul!, weicht die Antifa auf hippieesken Polit-Klamauk aus und verkauft ihren infantilen Faschingsauftritt auch noch als Kritik.
Stimmt, da reingehen und alle umstandslos wegballern wäre natürlich die sinnvollere Aktion gewesen. Schade, dass die Hallenser Antifa damals keinen Clemens hatte, der ihr das sagte.
Der Faschingsklamauk hat die Bullen, Islamisten, Linksfaschisten und andere Exemplare aus dem kuscheligen Leipzig mehr verunsichert und die Veranstaltung länger verzögert, als jede gewalttätige Auseinandersetzung es hätte bewirkten können.
Also, Atzenclemme: Kopp zu und selber gegen Antisemiten aktiv werden!
Mit euren Faschingstheater wollte ihr es nur gemütlich machen – euch einerseits als Kritiker in Szene setzen, die angeblich konsequent die Diskussion mit Antisemiten aufgekündigt haben, anderseits wollt ihr es euch mit dem Staat und der Linken nicht ganz verderben. Daher ergreift ihr eine Form politischer Auseinandersetzung, die für ein paar Minuten Unruhe schafft und höchsten Verunsicherung (wie postmoderne Kunst) erzeugt, aber keine Veranstaltung verhindert. Und das wusstet ihr!
Wie hätte man denn deiner Meinung nach die Veranstaltung verhindern können?
Und wie kommst du darauf, dass die Störer es sich nicht mit Staat und Linke verscherzen wollten?
Zum Angebot der “kritischen Teilnahme” fügt ihr noch das Angebot des Kritischen Faschings hinzu. Radikal in der Verkündung, spaßig in der Durchführung. Ha, Ha, Ha
Fickt Euch, Ihr Idioten, Rassisten und anderes Kroppzeuch.
Hey Clemens, wer lesen kann, ist bekanntlich im Vorteil. Dein Vorwurf, die Veranstaltung nicht verhindern zu wollen, müsste sich gegen die Leipziger Linke richten, die sich lieber demokratisch mit Zwischenrufen bemerkbar machen wollte. Also wenn pöbeln, dann vorher bitte mal richtig lesen.
Clemens, alter Streetfighter! Warum bist du denn damals still im Publikum sitzengeblieben und machst jetzt virtuell den großen Helden?
Nicht nur waren die Hallenser Antifas dort klar in der Minderheit (ca. 15 Leute gegen einen gefüllten Hörsaal) und es waren von Beginn an mehrere Cops anwesend. Das Motto Antisemiten aufs Maul! war dort schlicht nicht umsetzbar. Aber beim nächsten mal kann der kleine Clemens ja mal zumindest das Maul aufmachen, anstatt nachher nur im Internet die große Fresse zu riskieren.
Politik ist die Kunst des Möglichen. Aber selbst wenn nur Kaspertheater möglich ist, sollte man solches unterlassen. Schon gar nicht sollte man albernes Schauspiel als große Kritik weihen.
Echt mal Clemi,
drei comments und jedesmal der selbe Inhalt. Kannst du bitte meine Fragen beantworten? Oder springt deine Platte, dass du immer das gleiche sagen musst?
Und die Form der Kritik ist nicht entscheidend, sondern der Inhalt! Und der war bei den Genossen aus Halle richtig und wichtig!
Hahaha,
nomen est omen!
Demenz: “die Form der Kritik ist nicht entscheidend, sondern der Inhalt!”
Was haben die Genossen aus Halle denn dann an der kritischen Teilnahme der Leipziger auszusetzen?
Erst mal ist es unhöflich Fragen mit Gegenfragen zu beantworten.
Und zweitens, wenn man über Form und Inhalt von Kritik redet, ist Kritik die Voraussetzung. Oder was glaubst du warum das “kritisch begleiten” im Text in Anführungsstrichen steht. Für dich ist wohl auch böse gucken und mit den Augen rollen Kritik.
Und jetzt beantworte endlich meine Fragen oder lass dein pubertäres rumgemacker, du Teenie!
Demenz: “du Teenie!”
Ich denke so voll grasse Schimpfwörter, wie du sie kennst, sind voll krass kritisch, eh.
Der Autor, welcher hier von seinem Besuch bei der Inge-Höger-Veranstaltung berichtet, beklagt, dass gegen Höger nur “verbal artikuliert und eine demokratische Diskussionskultur respektiert” wurde. Im Süden von Leipzig verprügele die Antifa Nazis, nur Inge Höger werde nicht verhauen.
Nun bleibt aber die Frage warum der Autor nichts getan hat? Er war offenbar auf der Veranstaltung ohne Inge Höger die “Zahnspange zu polieren”. Schämt er sich da nicht vor seinen Hallenser Kameraden? Und müsste er und die anderen Hallenser, die auf der Veranstaltung sich nur “verbal artikuliert” haben an dieser Stelle um Entschuldigung bitten? Wie können sie es nur vor sich rechtfertigen, Frau Höger ungeschoren davon gekommen lassen zu haben.
So offenbart sich was von der Hallenser Kritik leider meistens verbleibt: Ein Verbalradikalismus, von dem man hofft, dass ihn die Hallenser selbst nicht so ernst nehmen.
Ich hab die Feststellung, dass im Leipzige Umland Gewalt gegen Nazis angewendet wird, nicht als Aufruf zur Gewalt gegen Inge Höger verstanden. Viel mehr das Verhältnis ist hier alarmierend. Nazis werden von den Leipziger Aktivisten gejagt und verprügelt und bei linken Antisemiten mit nicht weniger menschenverachtender Ideologie wird nicht einmal versucht, die Veranstaltung zu stören.
Ich hätte es auch ziemlich irre gefunden, wenn vor all den Leuten und bei dem Polizeiaufgebot jemand handgreiflich geworden wäre. Dann würde jetzt die halbe Hallenser Szene im Knast sitzen. Aber vielleicht ist das auch der innigste Wunsch einiger Leipziger. Dann hätte man dort endlich wieder seine Ruhe und könnte weiter mit Antisemiten kuscheln.
“Dann hätte man dort endlich wieder seine Ruhe und könnte weiter mit Antisemiten kuscheln.” (Klaus)
“>kritisch begleiten<. Um die demokratische Diskussionskultur nicht zu stören" (flp)
Als AFBL & Co. mal eine Prof.-Meggle-Veranstaltung "kritische begleitet" haben, geschah dies durch das Versperren des Eingangs und Rumgeschubse. Das war weniger kuschlig als die Hallenser Art, kreativ zu protestieren, die mir besser gefällt, wenngleich der Autor flp sie jetzt durch eine kraftmeierische Legitimation relativiert.
Übrigens halte ich es für ein altes Markenzeichen der Antifa, anstelle verbaler Auseinandersetzung andere Formen der Auseinandersetzung zu fordern und verbale Auseinandersetzung irgendwie als "kuschlig" oder halbherzig zu denunzieren.
Man sollte sowohl bei der Antifa-Methode ("Kritische Begleitung") als auch bei der Hallenser Methode ("Kritischer Klamauk") abwägen, inwieweit man dadurch die politische Form der Auseinandersetzung, die der bürgerliche Souverän verlangt und garantiert und die gewaltlos ist, zugunsten antibürgerlicher Formen der Auseinandersetzung unterminiert. Es war die bürgerliche Demokratie, die den politischen Fraktionen, und standen sie sich noch so erbittert gegenüber, mehr oder minder erfolgreich in die institutionalisierte Form der Auseinandersetzung gezwungen und damit das Ideal des besseren Arguments an die Stelle größerer Kraft bzw. besserer militärischer Mittel gesetzt hat. Und es waren die Gurus der konservativen Revolution, die diese bürgerliche, demokratische Form als "Palaverkultur" (Carl Schmitt) abgelehnt und den politischen Kampf gefordert haben. Wenn die verbale kritische Auseinandersetzung hier nun als Kuscheln verunglimpft wird, argumentiert man gleich diesen Konservativen Revolutionären. Diese Parallele bedeutet nicht gleich, dass die Argumentation falsch ist, aber zumindest, dass sie möglicherweise nur radikal scheint und keinen voreiligen Nimbus verdient. Auf alle Fälle ist es ein Advokatenkniff, jenen, die Antisemiten oder Antizionisten verbal kritisieren, vorzuwerfen, sie wollen im Grunde mit diesen kuscheln. Dann wäre letztlich jede verbale oder schriftliche Kritik ein Kuschelbegehren, auch der Text von flp.
Man denke an dieser Stelle auch an die USA, in der Antisemitismus in nahezu jeder nicht gewalttätigen Form erlaubt ist, die Proteste dagegen ebenso demokratischer ("kuschliger") Natur sein müssen und der Antisemitismus trotzdem nicht gewinnt. (Jetzt warte ich natürlich auf den Einwurf, dass Deutschland nicht die USA sei…)
Sicherlich gibt es so etwas wie ein ungeschriebenes Widerstandsrecht gegen Antisemiten oder Antizionisten, das die Anwendung gewalttätiger Mittel einschließt. Die Frage aber ist, ob es jederzeit genutzt werden darf – oder nicht erst in dem Moment, in dem Gefahr im Vollzug ist, also sich Antisemiten oder Antizionisten daran machen, Gewalt auszuüben oder gar das Gewaltmonopol zu erobern.
Dass sich die Frage ganz anders stellt, wenn sich nicht bürgerliche Subjekte, sondern Staaten gegenüberstehen, also Subjekte, die keiner Gewalt untergeordnet sind und zwischen denen nicht Rechtsverhältnisse gelten, sondern Konventionen, sei hier nur noch hinzugefügt, um Missverständnisse zu vermeiden.
Schließlich – zur Garnierung – sei der Briefwechsel zwischen Adorno und Günter Anders empfohlen, in dem letzterer ersterem vorwirft, mit dem (Ex-)-Nazi Arnold Gehlen Hände zu schütteln und zu diskutieren und Adorno die Diskussion mit Gehlen verteidigt. Leider gibt es den Briefwechsel nur paraphrasiert (Zeitschrift für kritische Theorie 6/98).
Ist soweit klar. Aber wo ordne ich jetzt die jugendlichen Zahnspangenträger ein?
Hallo Hannes,
erst mal schön etwas aus Leipzig zu lesen, was nicht nach pubertärem Aufgeschneide a la Clemens klingt. Dennoch möchte ich deiner Verteidigung der verbalen Auseinandersetzung widersprechen. Während man darüber gut und gerne diskutieren kann, ob der letzte Tatort gut gewesen ist und die Meinung des Gegenübers einfach nur Geschmackssache wäre, verhält es sich bei Ideologien, die auf die Vernichtung von Menschen abzielen, doch etwas anders. Hier sollte jede Möglichkeit in Betracht gezogen werden, um gegen solch eine Ideologie vorzugehen. Wenn nötig auch mit Gewalt. Und nicht nur, wenn man zuerst Gewalt erfährt, sondern präventiv.
Und eine Diskussion mit einer Antisemitin, wie Inge Höger, ist nicht sinnvoll. Da mit Argumenten einem Wahn nicht beizukommen ist. Ich glaube nicht, dass es im Interesse der Hallenser Genossen gewesen war, kreativ zu intervenieren, sondern schlicht und einfach möglichst lange diese Veranstaltung zu stören und dabei nicht alle mit einer Anzeige im Gepäck zurück nach Halle zu fahren. Soweit ich das mitbekommen habe, waren es sehr wenige Störer, was nicht zuletzt der nicht vorhandenen Unterstützung aus Leipzig geschuldet war.
Noch eine Frage an dich, lieber Hannes: Warum schreibst du “Antisemiten oder Antizionisten”, als ob heute das eine ohne das andere denkbar wäre?
Eine Antwort an dich, lieber* Enrico K.:
M.E. gibt es ebenso einen Wandel zum Antizionismus, wie einst der Antisemitismus einen Wandel des Antijudaismus bedeutete. Der Antisemitismus setzte an die Stelle eines religiösen Begründungszusammenhang einen seinerzeit zeitgemäßen Begründungszusammenhang (Rasse). Der Antizionismus setzt nun an die Stelle eines unzeitgemäß gewordenen Begründungszusammenhangs (Rasse) einen neuerlich zeitgemäßen Begründungszusammenhang (Antirassismus, Antinationalismus). Bei diesem Wandel gibt es Kontinuitäten (insbesondere die Unterstellung von Kulturlosigkeit und Omnipotenz) und Brüche (Zionisten werden z.B. nicht mehr als schwächliche nervöse Wesen dargestellt). Außerdem glaube ich, dass Auschwitz eine spezifische Konsequenz eines rassistisch begründeten Antisemitismus ist. Der Antizionismus hingegen zielt m.E. weniger auf rassische Vernichtung, sondern seinem Begründungszusammenhangs gemäß auf die Verunglimpfung, Abschaffung oder Vernichtung des israelischen Staates (was den Mord an Millionen Juden einschließen würde). Um den Unterschied von Antizionismus und Antisemitismus zu illustrieren: 1. Der Antizionismus ermöglicht es Juden viel leichter, selber antizionistisch zu sein. 2. Klassische Antisemiten würden sich niemals für den Bau von Synagogen einsetzen, beinharte Antizionisten tun dies hierzulande sogar eifrig, wie ich aus eigenen Gesprächen weiß.
Der islamische Antijudaismus/Antisemitismus/Antizionismus ist nochmals ein Sonderfall, da er sich unter anderem religiös begründet und entsprechend zu anderen Mitteln greift (z.B. Selbstmordattentate).
Den Antizionismus als Antisemitismus zu titulieren, erleichtert zwar kurzfristig seine Skandalisierung, führt aber dazu, dass man den Antizionisten nicht ihre eigene Melodie vorspielt. Ihnen ihre Melodie vorzuspielen, bedeutet sowohl, den Wandel zu begreifen und nicht zu verschweigen, als auch seine Kontinuität zum Antisemitismus und seine Funktion als Steigbügelhalter für den (heute zumeist islamistischen) auf Vernichtung zielenden Antisemitismus zu benennen.
Ein bisschen ist m.E. die umstandslose Gleichsetzung von Antisemitismus und Antizionismus auch ein Gutmenschentrick und -tick. So wie die Antirassisten als gute Menschen gelten wollen und sich des gesellschaftlichen Konsens bedienen, wonach Rassismus schlecht sei, indem sie alles Mögliche als rassistisch titulieren, bedient man sich – indem man Antizionisten jederzeit sofort als Antisemiten tituliert – des gesellschaftlichen Konsens, wonach Antisemitismus ein Tabu sei.
Aber gerade weil Antizionismus eine verkommene Ideologie ist, müssen wir auch den Mut haben, Antizionisten als Antizionisten zu beschimpfen.
Zu dem anderen Punkt, den du, Enrico K., ansprichst: Ich würde nicht behaupten, dass mit Antizionisten per se nicht zu reden ist. Ich kenne einfach genügen Linke, die mal Antizionisten waren und nun vom Gegenteil überzeugt worden sind. Es gibt einen Moment, in dem Ideologie in Wahn umschlägt. Ideologie ist aber nicht per se schon Wahn.
Dass Höger möglicherweise schon dem Wahn verfallen ist, weiß ich nicht (ist aber wahrscheinlich). Aber wenn dem so ist, dann helfen weder Reden noch Schreien noch Klamauk noch die Verhinderung der Veranstaltung. Auch eine Verhinderung ihrer Veranstaltung würden Wahnsinnige problemlos der Akkumulation ihres Wahns zuführen können. Gegen Wahn, wenn er praktisch wird, hilft nun wirklich nur die militärische Antwort.
Eine kritische, verbale Teilnahme (means: argumentieren, nicht kuscheln) kann durchaus an die Vernunft oder Restvernunft im Publikum appellieren (das Flugblatt der Hallenser Studienbibliothek, das – glaube ich – das BgA verteilt hat, war hierfür gut). Wenn Klamauk gut ist, mag auch dieser an die Vernunft appellieren. Was mir vom Hallenser Klamauk erzählt worden ist, deutete auf guten Klamauk hin.
Ein Problem mit Kritischer Teilnahme oder Kritischem Klamauk habe ich dann, wenn diese in Wahrheit Mobaction sind. Zur mir seit mehr als einem Jahrzehnt bekannte Mentalität der Antifa (und die Hallenser gehören mindestens phenotypisch erst mal dazu) passt Mobaction wie der Arsch auf den Eimer. Die Wirkung nach innen (in die Gruppe, von der sie ausgeht, und die dazugehörigen Subjekte) halte ich für gefährlich und mental gewollt: geschlossene Reihen, Auftreten als Mob, sich in einer Gruppe verschanzen können und stark zu fühlen, mal so richtig Radau schlagen können, sich nach gewonnener Schlacht gut fühlen oder nach verlorener Schlacht gegenseitig die Wunden lecken können etc. Da scheint mir eine kritische Teilnahme, bei der jeder als Einzelner und für sich spricht, die wesentlich bessere Alternative zur Mobaction-Antifa-Mentalität. (Der letzte Absatz bezieht sich wirklich nur auf die Wirkung nach innen, die nicht alles, aber auch nicht zu unterschätzen ist.)
Jetzt habe ich zu viel geschrieben…
* ich erwidere die vom Herzen kommende Anrede deinerseits wirklich gerne
Lieber Hannes,
ich bin mir durchaus der Tatsache bewusst, dass es einen Unterschied zwischen einem religiös und einem politisch motivierten Antizionismus gibt. Die Tatsache, dass viele Ultras antizionistisch argumentieren, weil nur der Messias das Recht besitzt den Staat Israel auszurufen, ist mitnichten antisemitisch. Doch in der hier geführten Diskussion geht es doch primär um einen von links gerichteten Antisemitismus/Antizionismus a la Inge Höger. Und hier widerstrebt mir eine Abgrenzung ein und desselben Ressentiments.
Der Antisemit, und damit meine ich nicht den Nazi, der die Juden ins Gas wünscht, sondern den Antisemiten, der sich hier für den Bau eine Synagoge einsetzt, den toten Juden gedenkt und mit Leib und Seele Israel kritisiert, ist dankbar, sein antisemitisches Ressentiment durch den Antizionismus ausleben zu können. War der Antisemit vor 45 der Meinung, der Jude ist schuld am Antisemitismus, so ist der Antisemit heute überzeugt, dass Israel für Raketenbeschuss und die in Deutschland ach so beliebte Israelkritik verantwortlich ist. Somit ist die Gleichsetzung nicht etwa ein Gutmenschentrick, sondern eine Tatsache, deren Verkennung immer auf eine Marginalisierung des Umstandes abzielt. Also sollte man den Mut haben, das Kind beim Namen zu nennen!
Deinen Diskussionsbedarf mit Antisemiten kann ich aus zweierlei Gründen nicht teilen. Erstens ist mir meine Zeit und meine Energie zu schade, jedem Palitucht tragenden Deppen über seinen Stumpfsinn aufzuklären. Zweitens hat jeder die Möglichkeit, sich mit bestehenden Positionen auseinanderzusetzen. Jeder hartgesottene Antisemit/Antizionist ist mit den Argumenten der Gegenseite vertraut, aber durch seine dem Wahn geschuldete Kritikressistenz, nicht zugänglich für diese. Deshalb ist der Anspruch, gegen Antisemiten vorzugehen, um diese von ihrer Ideologie abzubringen, schon per se zum Scheitern verureilt. Antisemiten müssen ausgegrenzt und bekämpft werden. Nicht aus Gründen der Missionierung, sondern weil es richtig ist!
Zwei Bemerkungen, um Missverständnisse beiseite zu wischen.
Mit jüdischen Antizionisten meine ich Butler & Co. und nicht ultororthodoxe Juden, für die ein von weltlichen Kräften errichtetes Israel ein Sakrileg darstellt.
Mit (typisch) europäischen Antizionisten meine ich auch nicht Leute, die tote Jude ehren, sondern solche, die es ganz toll finden, wenn es wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt.
Ich behaupte nicht, dass bei hartgesottenen Antizionisten Reden großartig hilft, aber ich halte es ebenso für eine Illusion, dass Klamauk oder Versuche der Veranstaltungsverhinderung großartig helfen. Diejenigen, die dieser Illusion nachhängen, haben entweder Omnipotenzphantasien (wie sie auch manche Argumentierer haben) oder sind geil auf (moralisch geadelten) Radau.
Der Wahn hat sein eigenes Koordinatensystem, in das er die gegnerischen Argumente, aber auch gegnerische Störungen gut einzuordnen weiß.
Ich plädiere (hinsichtlich unsereiner) für ein Ausschöpfen gewaltloser Mittel der Aufklärung, ohne dabei falsche Hoffnungen zu hegen. Ich glaube, dass, wenn überhaupt etwas hilft, Gewalt und Radau nur die autoritärsten Charaktere der Gegenseite beeindrucken, während verbal vorgetragene Argumente vielleicht die am wenigsten autoritären Charaktere der Gegenseite erreichen. Dass Argumentieren/Streiten Kuscheln sein soll, wie oben behauptet worden ist, halte ich für Quatsch. Natürlich geht es um klare Konfrontation.
Das Widerstandsrecht, das die Wahl militanter Mittel einschließt, sollte man überlegt und in Notsituationen in Anspruch nehmen. Die nötigen Präventivschläge seien den IDF oder dem Mossat. überlassen.
Ich glaube übrigens nicht, dass nur hartgesottene Antizionisten im Publikum saßen. Ach, und das Pali-Tuch habe ich selber mal getragen.
Unsere beiden Ansichten gehen hauptsächlich in einem Punkt auseinander. Während du versuchst durch Intervension die Gegenseite (egal ob die autoritärsten oder die weniger autoritären Charaktere) anzusprechen und zu missionieren, gehe ich davon aus, dass jeder Mensch aus seiner eigenen Mündigkeit heraus selber Entscheiden kann was richtig oder falsch ist.
Und wenn ein Antisemit, durch eventuelle schlechte Erfahrungen, sei es eine verhinderte Veranstaltung, oder ein “Klaps auf den Kopf”, Angst hat seine menschenverachtende Ideologie weiter öffentlich zu äußern, wäre diese Form der Intervension auf jeden Fall legitim. Wie gesagt, es geht nicht darum den Antisemiten zu bekehren, sondern ihn davon abzuhalten das zu tun, was er tun würde, wenn er es tun könnte.
Und deshalb halte ich einen kritischen Dialog mit den Högers, Paechs und Elsässers dieser Welt für sinnlos und vor allem für ein falsches Zeichen. Der Begriff “kuscheln” ist da eine recht polemische Zuspitzung, aber das ist ja die Spezialität der Hallenser.
Der Taschenspielertrick, verbale Auseinandersetzungen als Kuschelbedürfnis auszulegen, wird langsam langweilig – auch in der nun von dir vorgetragenen Variante. Die Formulierung “ansprechen und missionieren” erfasst nicht meinen Anspruch. Meine Worte sind: Argumentation und verbale Konfrontation. Um Höger geht es mir dabei schon gar nicht, sondern darum, zu dieser ein Gegengewicht zu schaffen: denn es befindet sich ja nicht nur Höger im Raum.
Warum jemand Angst bekommen soll, weil seine Veranstaltung für fünfzehn Minuten durch das Abspielen von Liedern aufgeschoben worden ist, musst du erklären. Die zwei Leipziger, die mir berichtet haben, haben beide gelobt, dass durch die Hallenser Aktion einige Antisemiten (wohl islamischer Couleur) affektiv reagiert und ihr wahres Gesicht gezeigt hätten (aber das habe ich durch Worte auch schon geschafft). Dass irgendwer Angst bekommen hat, ist mir neu.
Als ich von einer verhinderten Veranstaltung sprach, bezog ich mich nicht auf die Inge Höger Veranstaltung, da diese mangels Verhinderungswilliger ja nicht verhindert werden konnte. Angst mussten in diesem konkreten Fall eigentlich nur die Störer haben, als besagte Islamisten handgreiflich werden wollten und davon auszugehen war, dass die im Raum anwesenden Leipziger Genossen auch Tätlichkeiten lediglich kritisch begleitet hätten.
Taschenspielertrick hin oder her, ich hab gehört Leipzig bekommt bald Nachhilfe in Polemik.
http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/110121leipzig.html
“dass die im Raum anwesenden Leipziger Genossen auch Tätlichkeiten lediglich kritisch begleitet hätten”
Davon ist sicher auszugehen.
Hallo,
sofern ich mich in eure Diskussion einschalten darf: Sie lässt sich doch meines Erachtens in dieser Form gar nicht führen, was vor allem daran liegt, dass sich die Gewalt als ein Mittel nicht losgelöst von der bestimmten Situation – daher generell – gegenüber Antisemiten verteidigen lässt.
Es gibt einen Unterschied zwischen Inge Höger und ihren Freunden im Gazastreifen: während jene zu allem gegen Juden bereit sind, ist die Mittvierzigerin der Linkspartei doch eher harmlos und besitzt weder die Mittel, noch den Willen gegen Juden selbst “aktiv” zu werden; wahrscheinlich liegt ihre Zurückhaltung nicht an einem gemäßigteren Antisemitismus, sondern vielmehr an den äußeren Umständen, daher unter anderem an der Tatsache, dass Antisemitismus in dieser Form in Deutschland öffentlich diskreditiert ist. Zügeln muss sie daher derzeit nicht der regelmäßige Faustschlag, sondern es tun bereits die äußeren gesellschaftlichen Bedingungen. Anders verhält es sich bei den Nazis aus Ramallah und Pirna. Sie sind aufgrund ihre Bereitschaft tatsächlich eine Bedrohung die Gewalt zum notwendigen Mittel macht.
Nur weil Gewalt bei Inge Höger unangemessen ist, muss man mit der Frau nicht diskutieren; wie Enrico bereits schrieb ist der Versuch aussichtslos, da sie alle Argumente kennen könnte, sie hegt und pflegt ihren Antisemitismus wider besseren Wissens. Schlimmer als die geringen Erfolgsaussichten ist jedoch, dass man nicht nur diesen Leuten vermittelt ihre Positionen wären diskutabel. Somit eben in gewisser Hinsicht daran mitarbeitet den Antisemitismus gesellschaftlich zu “enttabuisieren”.
Abschließend: Es war richtig die Veranstaltung mit Inge Höger zu stören und es wäre falsch gewesen ihr aufs Maul zu hauen, aber eben auch falsch gewesen mit ihr und ihren Zuhörern zu diskutieren.
Lieber Tom,
um sich in eine Kommentarspaltendiskussion im Internet einzuschalten, muss man nicht um Erlaubnis bitten.
Antisemitismus “in dieser Form” (!!) ist in Deutschland in keinster Weise öffentlich diskreditiert, da musste man nur am Tag nach der Erstürmung der Mavi Marmara in die bürgerliche Presse blicken.
Ramallah liegt nicht im Gazastreifen.
Und Antisemitismus macht noch keinen Nationalsozialismus. Aber auf Begriffe und Definitionen – insbesondere wenn es um Nationalsozialismus und die Shoah geht – wird ja in diesen Kreisen offensichtlich kein großer Wert gelegt.
“Ramallah liegt nicht im Gazastreifen.” Pirna übrigens auch nicht. Wobei die Form des Antisemitismus, die dort gepflegt wird, ganz sicher diskreditiert ist.
Von diesem offener Antisemitismus grenzen sich Antizionisten gerne ab. Vielmehr dient er ihnen als Legitimation, historische Fehler nicht zweimal zu begehen und zu intervenieren. Man hat gelernt. So ist denn auch der als Antizionismus getarnte Antisemitismus von Höger und Co. das eigentliche Problem.
Da fragt man sich schon, ob das Polieren von Zahnspangen, dem Ausweis einer ungetrübten Gesinnung dienen soll oder nur das Achselzucken bei der Beantwortung der Frage nach dem Umgang mit Antizionisten a la Höger überdecken soll. Ernstlich antifaschistisch ist es jedenfalls nicht.
Lieber Wolfgang,
“um sich in eine Kommentarspaltendiskussion im Internet einzuschalten, muss man nicht um Erlaubnis bitten.”
Das ist zweifellos richtig!
“Antisemitismus „in dieser Form“ (!!) ist in Deutschland in keinster Weise öffentlich diskreditiert, da musste man nur am Tag nach der Erstürmung der Mavi Marmara in die bürgerliche Presse blicken.”
Auch wenn die Berichterstattung der bürgerlichen Medien ein Affront gegen die Wahrheit war, ist ein Antisemitismus ala Horst Mahler in Deutschland sehr wohl diskreditiert. Deshalb bedarf es ja dem Antizionismus, um das Ressentiment gegen die Juden weiter pflegen zu können.
“Ramallah liegt nicht im Gazastreifen.”
100 Punkte für geographische Korrektheit und 100 Punkte Abzug für Klugscheißerei!
“Und Antisemitismus macht noch keinen Nationalsozialismus. Aber auf Begriffe und Definitionen – insbesondere wenn es um Nationalsozialismus und die Shoah geht – wird ja in diesen Kreisen offensichtlich kein großer Wert gelegt.”
Das musst du mir genauer erklären. Weil Antisemitismus alleine noch keinen NS ausmacht, ist er toleriebar? Und von welchen Kreisen redest du bitte? Und warum legen “diese Kreise” keinen Wert auf Begriffe? Hast du dafür noch andere Beispiele?
Hallo Wolfgang,
eigentlich müsste ich Enrico bei seiner Entgegnung gegenüber dir nur zustimmen. Entscheidendes hat er bereits gesagt.
Trotzdessen: Ich hatte niemals behauptet das Ramallah im Gazastreifen liegt. Aber in diesem Sinne: Ratingen ist keine Krankheit.
Auch muss man in der Kommentarspalte nicht nach Erlaubnis fragen. Eine Floskel mit einer Binsenweisheit zu kontern, daher mit dem Hinweis auf ihre Überflüssigkeit, besitzt jedoch gar keinen Gehalt. Hatte jene noch als höflichen Einstieg eine rhetorische Bedeutung und somit eine Funktion, ist dein Hinweis nur als das Ergebnis einer verkrampften Fehlersuche zu lesen. Entbehrlich machte sie die Abwesenheit eines Fundes.
Deine letzten Sätze habe ich leider auch nicht verstanden.
Dein letztes posting, lieber Tom, scheint mir irgendwie auch mehr als inhaltsleer zu sein, weshalb ich direkt auf Enrico eingehen werde. Nimm es mir nicht übel.
Lieber Enrico,
mein so banal erscheinender geographischer Hinweis, Ramallah liege nicht im Gazastreifen, bezog sich wie der von Euch vorgeblich nicht verstandene auf die in dieser Diskussion und “diesen (postantideutschen = Bahamas) Kreisen” zu beobachtende Zerstörung der Begriffsschärfe von Begriff und Theorie des Antisemitismus, des Antizionismus, etc.
Während Du bspw. mit Hannes G. in ausuferndem pseudotheoretischen Geschreibe die hochbrisante Frage thematisierst, ob man der widerlichen PDS-Antizionistin Inge Höger nun die Fresse polieren sollte, oder nicht, vermengt Ihr Shoah/Vernichtungsantisemitismus, vermeintliche und tatsächliche antisemitische Ressentiments (“der sich hier für den Bau eine Synagoge einsetzt, den toten Juden gedenkt”), Antizionismus verschiedener politischer Coleur, Antisemitismus des islamistischen Terror (Hamas/Gazastreifen), Palästinensische Autonomiebehörde und halbwegs säkulare Palästinenser (und bei denen vermeintlich oder tatsächlich vorhandene antizionistische oder/und antisemitische Ressentiments) (Ramallah), deutsche Nazis (Pirna), deutsche Antiimps. Wenn das überhaupt alle sind.
Dann wird der eine Antizionist, der andere Antisemit genannt, mal andersrum, und wenn alle Begriffe so ihrer Bedeutung, ihrer Definition, ihrer Schärfe beraubt sind, hat man zur Not zur Rechtfertigung der eigenen Position noch den armen Amery, und man jodelt den “Regen in der Wolke” herunter.
Aber wenn man sich keine Mühen mehr machen will, deren Ideologien zu betrachten, zu differenzieren, dann sind Hamas-Ideologen, Nazis aus Pirna oder Dortmund, Höger und der PDS-Opi aus Köthen allesamt Antisemiten und Antizionisten*, wobei einige nur aufgrund gesellschaftlicher Tabus strategisch berechnend antizionistisch sind. Dann hat man nichts begriffen, nichts analysiert, und ist nicht in der Lage, die einen oder die anderen zu kritisieren oder zu bekämpfen. Aber wenn man versagt hilft die beruhigende Versicherung, selbst wenigstens immer auf der richtigen Seite zu sein.
Sie sind es wohl, nur sagt das alles und nichts.
(*) = Sie sind es wohl, nur sagt das alles und nichts.
Lieber Wolle,
Also, deine Anmerkung, dass Ramallah nicht im Gazastreifen liegt und was du mit diesem Fakt bewirken wolltest ist mir immer noch nicht klar. Aber vielleicht versuchst du es noch mal in einem ganzen Satz zum Ausdruck zu bringen, denn was die geographische Lage von Ramallah und die vermeintliche “Begriffszerstörung” gewisser “postantideutscher Kreise” gemein haben, erschließt sich mir nicht.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, gibt es für dich viele verschiedene Antisemitismen (Neologismus!). Mit Verlaub, das ist Blödsinn. Es gibt verschiedene Ideologien, deren Bestandteil oder Grundlage der Antisemitismus ist. Ob Nazi, Islamist oder Antiimp ist dabei egal, da das antisemitische Ressentiment das Gleiche ist.
BTW: Weil wir gerade bei Ressentiment sind. Deins gegen die Berliner Zeitschrift Bahamas scheint auch sehr oft durchzubrechen, oder?
Richtig verstanden hast Du mich nicht. Wenn es Dein Analyse- und Kritikbedürfnis aber befriedigt wenn Du die simple Tatsache konstatierst, daß Islamisten, 80% der Antiimps und Nazis alle das antisemitische Ressentiment teilen – bitte sehr. Ich will Dich nicht weiter belästigen.
Islamisten findet man übrigens weniger in Ramallah und mehr im Gazastreifen. Doch lassen wir das einfach mit den geographischen Andeutungen. Sonst noch eine Bemerkung? Ach ja, möglicherweise hast Du die Kommentare mehrmals gelesen; ich hab jedenfalls gerade erst einmal mit der Bahamas angefangen, die ich tatsächlich begründet und ganz ohne Ressentiment scheiße finde. Aber egal, werden wir glücklich mit unseren Wahrheiten, Deine sind ja wenigstens nicht all zu komplex.
kurze Anmerkung zum Schluß: 100% der Antiimps und Nazis-nicht 80%!
[...] hierzu die fantastische Aktion in Leipzig bei einem Vortrag der Frauendecksitzerin Inge Höger (http://bonjourtristesse.wordpress.com/2010/12/25/heimkehr-einer-veteranin/) im Bezug auf die Mavi [...]