Was dir, liebe junge Paulusviertelmutter mit Alternativtouch, durch deinen offenbar nicht eben übermäßig genutzten Kopf gegangen ist, als du mit deiner Tochter durch die Gänge eines bekannten 24h-Supermarktes in Halle schlendertest, wissen wir nicht. Dass du deinem Kind allerdings, als ihm der Wunsch nach einer Südfrucht stand, diesen mit dem Hinweis abschmettertest, dass das importierte Produkt im Staat der Juden gehegt, gepflegt und gepflückt wurde, geht, wie wir finden, zu weit. Vielleicht solltest du, wenn du deinem minderjährigen Nachwuchs schon die kindgerechte Abwandlung einer ebenso alten wie bekannten Parole, nämlich: „Kauft nicht bei Juden“, beizubringen versuchst, wenigstens so ehrlich sein, deinem Balg auch mitzuteilen, dass deine Vorfahren nur knapp an der Endlösung der Früchtefrage scheiterten, als einfach zu behaupten, Israel sei ein „böses Land“, und hernach wortlos zu den Äpfeln deutscher Provenienz schreiten. Denk mal drüber nach. (mab)
[...] Kurzmitteilungen: The same procedure… …as every day. Wahnsinn, Kuriositäten und Erfreuliches aus der Provinz: Es war einmal ein Kiez, Hauptsache Dreck, Bauer sucht Frau, Barbaren unter sich, Satire macht dumm, Wer solche Feinde hat…, Halles beliebtestes Schimpfwort, Sachsen-Anhalt – Dein Land!, Charlotte Roche auf noch dümmer, Respekt!, Liebe Oberbürgermeisterin von Halle…, Böse Früchte [...]