Wer sich in Halle für hip hält, hat sich – so lautet die unausgesprochene Regel – hin und wieder in der Kneipe „Zwei Zimmer, Küche, Bar“ einzufinden. Das Publikum changiert zwischen Kunsthochschulstudenten und all jenen, die viel lieber in Berlin wohnen und statt der öden Sonntage in der Provinz einem Bummel über den Friedrichshainer Flohmarkt den Vorzug geben würden. Nur – und deshalb sammelt sich die zweitklassige In-Meute an Orten wie dem 2zkb (so die gängige Abkürzung) – gereicht fürs Großstadtabenteuer hat’s eben noch nicht. Nicht zum ersten Mal zählten auch bestimmte Personen zum Publikum, die dem eben beschriebenen Raster nicht entsprechen, und das nicht, weil sie wissen, dass sich das Leben im Friedrichshainer Kiez recht schnell ebenso öde anfühlt, wie der wöchentliche Besuch der Halle-Neustädter Schwimmhalle. So besuchten Neonazis wie der frühere hallische „Blood-and-Honour“-Aktivist Sven Liebich schon häufig das Lokal. Nun kann nicht von jedem Barbesitzer erwartet werden, sämtliche Gesichter hallischer Nazideppen zu erkennen. Wer aber, wie der Besitzer des 2zkb, genau darüber Bescheid weiß, dass Liebich über mehrere Jahre die Neonaziszene über Sachsen-Anhalt hinaus dominierte und damit für eine größere Zahl von Angriffen, Überfällen und die heutige Dominanz sachsen-anhaltischer Neonazis in der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) verantwortlich ist, hat scheinbar keine Sorgen, dass ihm das angeblich weltoffene und kosmopolitische Publikum (für das es sich hält!) davonläuft. Wer Mitarbeiter, die sich dagegen verwehren, solche Leute zu bedienen, als Störenfriede hinstellt und lieber deren Kündigung in Kauf nimmt, als Nazikadern kategorisch den Weg zur Tür zu weisen, hat offenbar Schlimmeres im Sinn, als das strunzdumme Beharren auf Toleranz und Gleichberechtigung. Und wer die Anwesenheit ausgemachter Rassisten und übler Antisemiten damit begründet, dass doch – solange sie „friedlich“ seien – „auch Russen und Schwarze“ seinen Laden besuchen könnten, hat es nicht nur verdient, dass jeder weiß, mit was für einem widerlichen Opportunisten er es am Tresen zu tun hat. Das 2zkb ist vielmehr nur Leuten zu empfehlen, denen es egal ist, ob am Nebentisch über die Reinhaltung der Rasse, „Judenschweine“ und den „Mord“ an Rudolf Hess debattiert wird. Um Missverständnissen vorzubeugen, empfiehlt die Bonjour Tristesse dem 2zkb daher, die untenstehende Grafik als Button jedem Gast auszuhändigen und in vergrößerter Form an die Eingangstür zu heften. (meh)

[...] Kurzmitteilungen: The same procedure… …as every day. Wahnsinn, Kuriositäten und Erfreuliches aus der Provinz: United we drink, U can’t touch this, Sanfter Druck, Sex sells?, Mal ganz unbefangen…, Reißt Euch am Riemen!, Hallische Sternstunden, Brown Bull, Bullshit Deluxe, Zwei Zimmer, Küche, Nazi [...]
WHAT???
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…falls sich jemand wundern sollte, dass dieser artikel hier nur mit „deaktivierten what-kommentaren“ alleine steht, kann nur vom halbwissen profitieren…
schaut nach unter dem radio corax – forum:
http://forum.radiocorax.de/showthread.php?tid=383
aus fast unerklärlichen gründen (die doch halbseiden durchschaubar sind) lief die eigentliche diskussion dort…
salute
man merkt der verfasser hat wohl auch eine zarte innerlich geistige tristesse zu verarbeiten…schade eigentlich…bleibt nur bonjour tristesse
ignorant
nuestro senores,
para no sotros es increibele ce ustedes ofresemos los nationales opporticistas para tus impotencia para los impotencia politica lo siento mucho.
Hallo “ DU “
ich glaube einfach nur, daß du so einsam bist wie ich.
Dörte
lo siento mucho, soy de argenina.
spitzen bar, spitzen bedienung, klasse frauen.
,
komisch nur, dass die angeblich gekündigten mitarbeiter nicht aufzufinden sind. am abend des geschehens hat der verfasser wahrscheinlich etliche tüten gepafft und billige spirituosen zu sich genommen.
arme provinz.
der versuch einer milieu studie am beginn des beitrags bezeichne ich als gescheitert. auch das muss mit der beobachtungsgabe des verfassers zusammenhängen.
arme provinz.
@lasse haengen: es geht im text, was jeder, der halbwegs lesen kann erfasst, nicht um einen bestimmten „abend des geschehens“. es geht um ein abfolge von besuchen und das beharrliche nicht-reagieren-wollen samt toleranzgeschwurbel des betreibers. zum „angeblich gekündigten mitarbeiter“: auch hier, wenn auch mit mit blöder phrase: wer lesen kann ist klar im vorteil. es war von einem betreiber die rede, der eine kündigung „in kauf nimmt“. sprich, dass er mitarbeiter, die sich über die nazi-toleranz-politik beschwert haben, lieber davonziehen lässt, als nazis rauszuwerfen. und ja, die „billigen spirutuosen“ kann es ja nur an der bar gegeben haben…
@rene langefeld: klasse zusammenfassung. aber warum sind nicht auch die frauen „spitz“?
@muckel: wer schreiben kann ist ebenso im vorteil. deine rs lässt zu wünschen übrig. ich weiss auch nicht, welcher quellen der informationserlangung du dich bedienst. es hat meinen erkundigungen entsprechend niemand den laden wegen dieser beschriebenen situation verlassen. entweder übertreibt dein „informant“ oder ihr kennt den wahren hintergrund und vertuscht diesen!
@sokratis: wer fragen kann ist noch viel klarer im vorteil.
geh mal davon aus dass deine erkundigen falsch sind, vielleicht solltest du nicht im 2zkb nachfragen, schlaumeierchen!? gute nacht!
@sokrates: wollte dir mitteilen, dass ich (naivchen schlaumeier) mich schon in unterschiedlichen richtungen erkundigt habe. ich glaube auch nicht, dass das 2zkb die halbe stadt eingekauft hat.
hmm,liegt es möglicherweise daran, dass du einfach die falschen leute kennst ? ich kenne den erwähnten mitarbeiter. nimms wie ein mann,naivchen
halt dich fest: ich auch!!! und nun?!-also so ganz falsch kann mein soziales netzwerk dann doch nicht sein, selbst dich und mich verbindet der mitarbeiter.
..und bestreitet er die oben beschriebenen Sachen?
( ich bin ja so gespannt auf deine Antwort!)