Rettungspakete für Peter Sodann!
Was tun, wenn man Angst vor den Medien hat und sich von diesen diffamiert fühlt? Genau: Dem “Stern” ein Interview geben. Mit Peter Sodanns Logik ist es bekanntermaßen nicht erst seit der Kandidatur zum Bundespräsidenten nicht weit her. Seine Aussagen, die, wer sich für die aktuelle Variante interessiert, im “Stern” 03/2009 genauer nachzulesen sind, strotzen seit jeher vor ostzonaler Jammerrhetorik. Das, was Otto-Normal-Delitzscher seit knapp 20 Jahren mantramäßig auf dem heimischen Donnerbalken über Wessis, Politiker und Manager morgens vor sich hin murmelt, gereicht dem Dauerbeleidigten Hallenser zur ernst gemeinten Aussage: “Die wollen mich hoppnehmen, mich zwicken und ärgern”. Und weiter: “Die nächste Stufe wäre doch, mich zu erschießen!”. Nachdem Sodann schon vor einigen Wochen auf die Frage, warum er denn eigentlich Bundespräsident werden wolle, die unglaublich witzige Antwort „weil ich gefragt worden bin“ zu Stande brachte, beantwortet er die Frage neuerdings mit: „Weil man etwas sagen kann, was man selbst denkt.“ Aha. Zunächst einmal ist die Idee, etwas zu sagen, was man selbst denkt, umstandslos zu unterstützen. Nur, was hat Sodann dann bisher erzählt? Fungierte er als Sprachrohr fremder Mächte? Wie ist die Aussage über Horst Köhler (“Er war immer auf Seiten der Macht. Ich auf Seiten der Ohnmacht.”) vor diesem Hintergrund zu deuten? Eines wird jedoch mit jedem Interview deutlicher: Der Mann benötigt unsere Unterstützung! Und zwar umgehend!
Bonjour Tristesse fordert deshalb als humanitäre Soforthilfe:
Rettungspakete für Peter Sodann!
Unsere Inhaltsvorschläge: 1. Visum für Kuba 2. Wackel-Dackel fürs Auto 3. Chávez-Büste aus Marmor 4. Einen PR-Berater 5. Schnaps-Flatrate im GiG 6. Starter-Kit zur Graffiti-Entfernung 7. Das Buch „Paranoide Störungen im höheren Lebensalter“ von Georg Adler 8. Lama-Decken 9. (…)
Die Päckchen können im hallischen nt-Café it der deutlichen Beschriftung „Rettungspakete für Peter Sodann“ am Tresen abgegeben werden.
Links:
Einen Wackel-Dackel habe ich schon im nt-Café abgegeben. Dort ist jetzt eine Kiste vorbereitet, wo andere Spenden abgegeben werden können.
Mirko
die altersweisheit scheint sich ja noch nicht eingestellt zu haben … da sollte man milde walten lassen …
Unsere neoliberale Jugend hofft immer noch, durch Ossi-Bashing einen Platz in der “Zeit”-Redaktion zu erhaschen. O.K., die Grafitti-Ausstellung im NT war schlimm, aber seine Bücher-Aktion ist sehr in Ordnung! Hartz IV muss weg, ihr marktradikalen Streber!